Reiki – was ist das eigentlich und muss ich daran glauben?
Ich grüße dich..
wenn du das Wort Reiki hörst, denkst du vielleicht erstmal: „Oh Gott, das ist doch bestimmt esoterisch.“ Vielleicht stellst du dir jemanden vor, der mit geschlossenen Augen die Hände über einem anderen Menschen hält und von irgendwelchen Energien erzählt. Vielleicht bist du aber auch einfach neugierig und hast keine Ahnung, was Reiki überhaupt sein soll.
Und wenn du eher zu den Menschen gehörst, die Dinge gerne verstehen und hinterfragen, kann ich das sogar gut nachvollziehen. Deshalb möchte ich dir Reiki einmal ganz anders erklären. Nicht kompliziert, nicht abgehoben und auch nicht mit dem Anspruch, dich von irgendetwas überzeugen zu müssen.
Denn du musst an Reiki nicht glauben, damit du dich auf eine solche Behandlung einlassen kannst.
Für mich beginnt Reiki nämlich nicht mit irgendeiner geheimnisvollen Energie, sondern mit etwas ganz Einfachem: mit dir.
Mit der Frage, wie es dir gerade wirklich geht. Was dich beschäftigt. Was du vielleicht schon seit längerer Zeit mit dir herumträgst. Und manchmal auch mit der Frage, wann du eigentlich das letzte Mal wirklich zur Ruhe gekommen bist.
Aber was bedeutet Energie eigentlich?
Wenn wir das Wort Energie hören, denken viele Menschen sofort an etwas Spirituelles. Dabei begegnet uns Energie überall in unserem Leben.
Wir brauchen Energie, damit unser Körper funktioniert. Unser Herz schlägt, wir atmen, unsere Muskeln arbeiten, unser Gehirn verarbeitet Informationen. Wärme ist Energie. Bewegung ist Energie. Licht ist Energie. Wind und Wasser können Energie übertragen. Ebbe und Flut entstehen durch die Wechselwirkung von Gravitation und Bewegung des Wassers. Die Natur ist voller Prozesse, in denen Energie eine Rolle spielt.
Das allein beweist natürlich nicht, dass Reiki eine bestimmte heilende Energie überträgt. Das möchte ich auch gar nicht behaupten.
Wenn ich bei meiner Arbeit von Energie spreche, meine ich deshalb nicht etwas, das du unbedingt sehen oder messen können musst. Ich meine damit auch etwas sehr Menschliches, das wir alle aus unserem Alltag kennen.
Du betrittst einen Raum und fühlst dich sofort wohl.
Du triffst einen Menschen und merkst nach fünf Minuten: Mit dieser Person kann ich mich entspannen.
Du führst ein Gespräch und gehst danach nach Hause und fühlst dich plötzlich völlig erschöpft.
Oder du triffst jemanden, mit dem du lachen kannst, und obwohl du vorher einen schlechten Tag hattest, fühlst du dich danach leichter.
Wir sagen dann ganz selbstverständlich: „Das ist eine gute Energie.“ Oder: „Die Energie zwischen uns stimmt einfach nicht.“
Wir alle benutzen diese Sprache, auch wenn wir damit nicht unbedingt etwas Esoterisches meinen.
Und genau dort beginnt für mich der ganz einfache Zugang zu Reiki.
Was passiert bei einer Reiki-Behandlung wirklich?
Wenn du zu mir kommst, möchte ich nicht einfach, dass du dich auf eine Liege legst und ich irgendein Programm abarbeite.
Ich möchte dich kennenlernen.
Vielleicht erzählst du mir, dass du gerade unglaublich viel Stress hast. Vielleicht gibt es Probleme in deiner Beziehung. Vielleicht bist du ständig für deine Familie da und hast das Gefühl, selbst gar nicht mehr vorzukommen. Vielleicht bist du erschöpft, kannst schlecht schlafen oder hast das Gefühl, dass dein Kopf niemals aufhört zu denken.
Vielleicht gibt es aber auch überhaupt kein konkretes Problem.
Vielleicht möchtest du einfach einmal abschalten.
Dann sprechen wir miteinander und schauen, was gerade für dich wichtig ist. Und anschließend darfst du dich hinlegen und zur Ruhe kommen.
Ich arbeite dabei ruhig und achtsam, unter anderem mit sanfter Berührung beziehungsweise dem Auflegen der Hände. Je nach Behandlung können auch Atemübungen, eine geführte Traumreise oder andere Elemente dazukommen.
Und jetzt passiert für mich etwas sehr Spannendes.
Denn unser Alltag ist normalerweise voller Ablenkung.
Das Handy klingelt. Eine Nachricht kommt. Die Kinder brauchen etwas. Bei der Arbeit wartet die nächste Aufgabe. Wir müssen einkaufen, kochen, organisieren, planen, funktionieren.
Unser Kopf bekommt kaum Gelegenheit, einfach einmal nichts zu tun.
Und wenn diese ganzen Ablenkungen plötzlich wegfallen, kann es passieren, dass Dinge auftauchen, für die vorher überhaupt kein Raum war.
Plötzlich ist da ein Gedanke, den du schon lange verdrängt hast
Das habe ich in meiner Arbeit immer wieder als etwas sehr Besonderes erlebt.
Ein Mensch liegt einfach ruhig da. Zum ersten Mal seit langer Zeit muss er nichts tun. Niemand braucht gerade etwas. Es gibt keine Aufgabe, die erledigt werden muss. Kein Handy. Kein Haushalt. Keine Arbeit.
Und plötzlich kommt ein Gedanke.
Vielleicht an eine Situation, die schon lange zurückliegt.
Vielleicht an eine Person.
Vielleicht an einen Konflikt.
Vielleicht an etwas, das man sich selbst schon lange nicht eingestehen wollte.
Manchmal kommen auch Gefühle hoch.
Und dann können Tränen fließen.
Nicht weil ich etwas „aus jemandem herausgeholt“ habe. Nicht weil ich irgendeine geheime Technik angewendet habe.
Sondern manchmal einfach deshalb, weil ein Mensch zum ersten Mal seit langer Zeit die Ruhe bekommt, überhaupt wahrzunehmen, was in ihm los ist.
Und dann kann es passieren, dass jemand nach der Behandlung sagt: „Das habe ich noch nie jemandem erzählt.“
Vielleicht geht es um eine Beziehung.
Vielleicht um die eigene Kindheit.
Vielleicht um eine Angst.
Vielleicht um eine Enttäuschung.
Vielleicht um etwas, das schon seit Jahren im Inneren getragen wird.
Und plötzlich darf es ausgesprochen werden.
Für mich ist auch das Energiearbeit
Genau hier bekommt das Wort Energie für mich eine ganz andere Bedeutung.
Wir tragen Dinge mit uns herum.
Gedanken.
Erinnerungen.
Anspannung.
Traurigkeit.
Wut.
Angst.
Freude.
Liebe.
Hoffnung.
Manches davon zeigen wir. Vieles davon behalten wir für uns.
Und wenn wir ständig funktionieren, kann es passieren, dass wir gar nicht mehr merken, wie viel wir eigentlich mit uns herumtragen.
Wenn dann ein Raum entsteht, in dem wir uns sicher genug fühlen, kann etwas davon in Bewegung kommen.
Ein Gespräch kann etwas lösen.
Eine Träne kann Erleichterung bringen.
Ein ehrliches Aussprechen kann Druck nehmen.
Ein Lachen kann etwas Leichtigkeit zurückbringen.
Eine bewusste Pause kann uns wieder mit uns selbst verbinden.
Für mich ist auch das eine Form von Energie, die sich verändert und wieder ins Fließen kommen darf.
Nicht im Sinne eines wissenschaftlich bewiesenen Energieflusses, den ich dir als Tatsache verkaufen möchte. Sondern im ganz menschlichen Sinne: Etwas, das vorher festgehalten wurde, bekommt Raum.
Und dieser Raum darf einfach da sein.
Die Tränen dürfen da sein.
Die Wut darf da sein.
Die Freude darf da sein.
Die Erleichterung darf da sein.
Niemand muss sie sofort wegmachen.
Und dann gehst du wieder nach Hause
Vielleicht ist genau das einer der schönsten Gedanken an meiner Arbeit.
Du kommst mit deinen Gedanken und deinen Gefühlen.
Du darfst sie aussprechen.
Du darfst zur Ruhe kommen.
Vielleicht weinst du.
Vielleicht lachst du.
Vielleicht erzählst du Dinge, die du vorher noch nie ausgesprochen hast.
Vielleicht passiert aber auch überhaupt nichts Besonderes und du genießt einfach die Ruhe.
Und dann gehst du wieder nach Hause.
Die Situation ist vielleicht nicht plötzlich magisch verschwunden. Dein Problem ist vielleicht noch da. Deine Beziehung ist nicht automatisch verändert. Deine Arbeit ist nicht plötzlich weniger stressig.
Aber vielleicht fühlst du dich anders.
Vielleicht leichter.
Vielleicht ruhiger.
Vielleicht verstanden.
Vielleicht hast du einen Gedanken sortiert, der dich schon lange beschäftigt hat.
Vielleicht hast du überhaupt erst erkannt, was dich eigentlich so belastet.
Und manchmal ist genau das der erste Schritt.
Du musst dabei nicht spirituell sein
Ich möchte Reiki deshalb ganz bewusst auch Menschen anbieten, die mit Spiritualität nicht viel anfangen können.
Du musst nicht meditieren können.
Du musst keine spirituelle Erfahrung gemacht haben.
Du musst nicht an eine bestimmte Religion oder an eine bestimmte Vorstellung von Energie glauben.
Und du musst auch nicht davon überzeugt sein, dass Reiki Krankheiten heilen kann.
Das verspreche ich dir nicht.
Für mich geht es viel mehr darum, einen Raum zu schaffen, in dem du wieder Kontakt zu dir selbst bekommst.
Vielleicht über Berührung.
Vielleicht über Ruhe.
Vielleicht über ein Gespräch.
Vielleicht über eine geführte Traumreise.
Vielleicht über einen Gedanken, der plötzlich auftaucht.
Vielleicht einfach darüber, dass da jemand sitzt, der dir für eine gewisse Zeit seine ungeteilte Aufmerksamkeit schenkt.
Ich glaube, dass wir genau das heute viel zu selten erleben.
Wie oft werden wir wirklich gesehen?
Wir sind ständig miteinander verbunden und gleichzeitig fühlen sich viele Menschen unglaublich allein.
Wir schreiben Nachrichten, schicken Sprachnachrichten, telefonieren, scrollen durch Social Media und haben trotzdem oft niemanden, bei dem wir wirklich sagen: „So geht es mir gerade.“
Vielleicht erzählst du deinem Partner nicht alles.
Vielleicht möchtest du deine Kinder nicht belasten.
Vielleicht willst du deine Freunde nicht ständig mit deinen Problemen beschäftigen.
Vielleicht möchtest du bei der Arbeit nicht zeigen, dass du gerade eigentlich nicht mehr kannst.
Also machst du weiter.
Und manchmal ist eine Behandlung genau der Ort, an dem du für einen Moment nicht weiter machen musst.
Du darfst einfach sein.
Ich muss dabei nicht für jedes Problem eine Lösung haben.
Ich muss dir auch nicht sagen, wie du dein Leben zu führen hast.
Ich kann dir zuhören.
Ich kann dir Raum geben.
Ich kann dich durch eine Entspannung oder Traumreise begleiten.
Ich kann mit sanfter Berührung arbeiten.
Und vielleicht entsteht genau dadurch etwas, das du im Alltag gerade dringend brauchst: ein bisschen Abstand zu allem, was ständig auf dich einwirkt.
Reiki ist für mich keine Zauberei
Vielleicht ist das der Satz, mit dem ich Reiki am besten beschreiben kann.
Für mich ist Reiki keine Zauberei.
Es ist auch kein Versprechen, dass nach einer Behandlung plötzlich alle Probleme verschwunden sind.
Und ich möchte auch nicht, dass du mir irgendetwas glauben musst.
Ich möchte, dass du selbst erfährst, wie es sich für dich anfühlt.
Vielleicht gehst du danach nach Hause und denkst: „Das war überhaupt nichts für mich.“
Auch das ist vollkommen okay.
Vielleicht denkst du aber auch: „Irgendwie habe ich mich lange nicht mehr so ruhig gefühlt.“
Oder: „Ich habe heute zum ersten Mal über etwas gesprochen, über das ich seit Jahren schweige.“
Oder einfach: „Ich habe mich eine Stunde lang um mich selbst gekümmert.“
Und vielleicht ist genau das der Punkt.
Nicht jeder Mensch braucht Reiki.
Aber vielleicht brauchen viele Menschen mehr Momente, in denen sie nicht funktionieren müssen.
Mehr Momente, in denen sie sich selbst wahrnehmen.
Mehr Momente, in denen jemand wirklich zuhört.
Mehr Momente, in denen Gefühle nicht sofort bewertet oder weggeschoben werden müssen.
Und genau dafür möchte ich mit meiner Arbeit einen Raum schaffen.
Reiki kann ein Anfang sein
Manchmal kommt jemand mit einem ganz bestimmten Wunsch zu mir und merkt während der Behandlung, dass eigentlich etwas ganz anderes dahinterliegt.
Das finde ich nicht ungewöhnlich.
Unser Körper, unsere Gedanken, unsere Gefühle und unser Alltag lassen sich nicht immer sauber voneinander trennen.
Natürlich bedeutet das nicht, dass jeder Schmerz eine emotionale Ursache hat oder dass Reiki medizinische oder psychotherapeutische Behandlung ersetzt. Körperliche Beschwerden gehören medizinisch abgeklärt und psychische Erkrankungen gehören in die Hände entsprechender Fachpersonen.
Aber zwischen „Ich habe ein medizinisches Problem“ und „Bei mir ist alles in Ordnung“ gibt es sehr viel Raum.
Dort liegen unsere Bedürfnisse.
Unsere Erschöpfung.
Unsere Gedanken.
Unsere Beziehungen.
Unsere Ängste.
Unsere Wünsche.
Und manchmal auch Dinge, die wir einfach viel zu lange alleine getragen haben.
Wenn du neugierig bist, musst du deshalb nicht an Reiki glauben.
Du darfst einfach kommen.
Wir können vorher miteinander sprechen. Du kannst mir sagen, was dich beschäftigt und was du dir von der Behandlung wünschst. Du darfst Fragen stellen und du darfst jederzeit sagen, wenn sich etwas für dich nicht richtig anfühlt.
Und dann schauen wir gemeinsam, was für dich stimmig ist.
Vielleicht wird Reiki für dich zu einem festen Bestandteil deiner Auszeit.
Vielleicht probierst du es einmal aus und stellst fest, dass es nicht deins ist.
Beides ist vollkommen in Ordnung.
Mir ist nur wichtig, dass du weißt, dass Reiki nicht bedeuten muss, dass du plötzlich an etwas glauben musst, das dir bisher fremd war.
Vielleicht bedeutet es für dich am Ende einfach, dass du einen Ort gefunden hast, an dem du für einen Moment nichts leisten musst.
An dem jemand zuhört.
An dem deine Gedanken Raum bekommen.
An dem deine Tränen einfach da sein dürfen.
Und an dem du anschließend wieder ein Stück leichter nach Hause gehst.
Deine Jasmin

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