Dysfunktionale Strukturen: Was sie sind, wie sie entstehen und warum wir sie oft nicht erkennen

Lieber Leser, liebe Leserin,

schön, dass du hier bist. Ich freue mich, dass du dir die Zeit nimmst, diesen Text zu lesen. Vielleicht liest du schon länger still auf meiner Seite mit, vielleicht bist du gerade erst hier gelandet oder vielleicht führt dich dein Weg irgendwann einmal persönlich in meine Räumlichkeiten. Ganz egal, wie du hierher gefunden hast, heute möchte ich mit dir über ein Thema sprechen, das meiner Meinung nach unglaublich viele Menschen betrifft, obwohl wir es im Alltag nur selten so benennen: dysfunktionale Strukturen.

Der Begriff klingt zunächst ziemlich kompliziert. Eigentlich beschreibt er etwas sehr Menschliches. Es geht um Muster, Denkweisen, Verhaltensweisen, Beziehungen oder Lebenssituationen, die sich immer wiederholen und uns auf Dauer nicht mehr guttun. Wir merken vielleicht sogar, dass etwas nicht funktioniert, machen aber trotzdem weiter wie bisher.

Und genau das finde ich so interessant. Denn wenn uns etwas nicht guttut, warum halten wir dann daran fest?

Warum sagen wir Ja, obwohl wir eigentlich Nein meinen? Warum übernehmen wir immer wieder die Verantwortung für andere? Warum bleiben wir in Beziehungen oder Situationen, die uns dauerhaft Kraft kosten? Warum arbeiten wir immer weiter, obwohl wir längst erschöpft sind? Warum versuchen wir immer wieder dieselbe Diät, obwohl wir schon wissen, dass sie langfristig nicht funktioniert? Warum können manche Menschen überhaupt nicht abschalten, während andere ständig das Gefühl haben, nicht genug zu leisten?

Die Antwort darauf ist nicht einfach, und vor allem ist sie nicht: „Dann musst du dich eben ändern.“

Denn viele unserer heutigen Strukturen haben irgendwann einmal einen Sinn gehabt.

Was bedeutet überhaupt dysfunktional?

Dysfunktional bedeutet zunächst einmal, dass etwas nicht mehr gut funktioniert oder seinen Zweck nicht mehr erfüllt. Dabei möchte ich einen wichtigen Unterschied machen: Nicht jede schwierige Situation, jede schlechte Gewohnheit oder jeder Konflikt ist gleich dysfunktional.

Das Leben ist manchmal anstrengend. Eine Beziehung kann eine schwierige Phase haben. Ein Beruf kann zeitweise sehr stressig sein. Eltern können überfordert sein. Jeder Mensch macht Fehler und jeder Mensch entwickelt Verhaltensweisen, die nicht immer optimal sind.

Von einer dysfunktionalen Struktur würde ich eher dann sprechen, wenn sich ein bestimmtes Muster immer wieder zeigt und uns dadurch dauerhaft einschränkt, belastet oder davon abhält, unsere Bedürfnisse, Grenzen und Werte zu leben.

Es geht also weniger um eine einzelne Handlung und viel mehr um das Muster dahinter.

Wenn du beispielsweise einmal eine stressige Woche bei der Arbeit hast und deshalb mehrere Abende länger arbeitest, ist das noch keine dysfunktionale Struktur. Wenn du aber seit Jahren das Gefühl hast, ständig funktionieren zu müssen, niemals wirklich abschalten kannst, immer mehr Aufgaben übernimmst und innerlich glaubst, nur dann wertvoll zu sein, wenn du etwas leistest, dann lohnt sich ein genauerer Blick.

Das Gleiche gilt für Beziehungen, Familie, Geld, Ernährung, Sport, Freundschaften oder unseren Umgang mit uns selbst.

Eine Struktur wird vor allem dann interessant, wenn wir feststellen: Ich weiß eigentlich, dass mir das nicht guttut, aber ich lande trotzdem immer wieder genau hier.

Und warum ist das so?

Um das zu verstehen, müssen wir meiner Meinung nach viel weiter zurückschauen, als wir es häufig tun.

Viele unserer grundlegenden Vorstellungen darüber, wie die Welt funktioniert, wie Beziehungen funktionieren und welchen Wert wir selbst haben, entstehen bereits in unserer Kindheit. Das Gehirn entwickelt sich in dieser Zeit besonders stark und Erfahrungen aus der frühen Entwicklung können die spätere emotionale, soziale und körperliche Entwicklung beeinflussen. Besonders anhaltender starker Stress kann dabei die Entwicklung von Stressregulation und anderen Fähigkeiten beeinflussen. Gleichzeitig ist Entwicklung niemals auf die Kindheit festgelegt. Menschen können auch später neue Erfahrungen machen, lernen und sich verändern.

Ich finde dafür das Bild von Wurzeln sehr passend.

Stell dir vor, ein kleines Kind wächst auf und erlebt bestimmte Dinge immer wieder. Vielleicht wird es besonders gelobt, wenn es gute Leistungen bringt. Vielleicht wird von ihm erwartet, dass es immer lieb und unkompliziert ist. Vielleicht muss es früh Verantwortung übernehmen. Vielleicht werden Gefühle in der Familie kaum ausgesprochen. Vielleicht gibt es häufig Streit oder Unsicherheit. Vielleicht wird immer wieder vermittelt, dass man stark sein muss und Probleme alleine lösen sollte.

Ein Kind hinterfragt diese Erfahrungen nicht so, wie ein Erwachsener es tun würde.

Es denkt nicht: „Interessant, das scheint ein Glaubenssatz meiner Familie zu sein. Ich werde später überprüfen, ob dieser für mich noch sinnvoll ist.“

Es nimmt die Welt zunächst so wahr, wie sie ihm begegnet.

Und genau deshalb können sich solche Erfahrungen wie Wurzeln in die Erde schlagen.

Je häufiger bestimmte Erfahrungen gemacht werden, desto vertrauter können die daraus entstehenden Vorstellungen und Reaktionsweisen werden. In der Schematherapie wird genau dieser Gedanke beschrieben: Früh entstandene maladaptive Schemata können sich aus wiederholten Erfahrungen und nicht ausreichend erfüllten emotionalen Grundbedürfnissen entwickeln und später das Denken, Fühlen und Verhalten beeinflussen.

Aus „Ich bekomme besonders viel Anerkennung, wenn ich gute Leistungen bringe“ kann beispielsweise irgendwann der innere Satz werden: Ich bin nur dann gut genug, wenn ich etwas leiste.

Aus „Ich soll mich nicht so anstellen“ kann werden: Meine Gefühle sind nicht wichtig.

Aus „Mach keinen Ärger“ kann werden: Ich darf meine Bedürfnisse nicht zeigen.

Aus „Du musst stark sein“ kann werden: Ich darf niemals Hilfe brauchen.

Aus „Wir haben nicht viel Geld“ kann werden: Geld ist immer knapp und ich muss ständig Angst davor haben.

Und irgendwann denken wir vielleicht gar nicht mehr darüber nach. Wir halten diese Sätze für unsere eigene Wahrheit.

Vielleicht bist du gar nicht „so“, vielleicht hast du es gelernt

Das ist für mich einer der spannendsten Gedanken überhaupt.

Wir sagen als Erwachsene häufig Dinge wie: „Ich bin eben so.“

„Ich kann einfach nicht Nein sagen.“

„Ich bin ein Mensch, der immer alles alleine machen muss.“

„Ich brauche immer etwas zu tun.“

„Ich bin einfach sehr kontrolliert.“

„Ich bin nicht gut darin, über meine Gefühle zu sprechen.“

Aber vielleicht bist du gar nicht von Natur aus so.

Vielleicht hast du es gelernt.

Und das bedeutet nicht, dass alles, was du heute bist, falsch ist. Ganz im Gegenteil. Viele Eigenschaften, die aus solchen Erfahrungen entstehen, können uns auch stark machen. Ein Mensch, der früh Verantwortung übernommen hat, kann später sehr zuverlässig sein. Ein Mensch, der gelernt hat, hart zu arbeiten, kann unglaublich diszipliniert sein. Ein Mensch, der feinfühlig auf andere reagiert, kann sehr empathisch sein.

Die Frage ist also nicht: „Was ist falsch mit mir?“

Die interessantere Frage ist: „Was davon gehört wirklich zu mir und was davon habe ich irgendwann gelernt?“

Genau deshalb lohnt sich ein Blick in die eigene Geschichte

Ich glaube, diese Fragen können wir uns in fast allen Lebensbereichen stellen, nicht nur dann, wenn wir bereits wissen, dass etwas dysfunktional ist.

Wie war das eigentlich bei mir früher?

Wie bin ich aufgewachsen?

Wie wurde bei uns zu Hause mit Fehlern umgegangen?

Durfte ich widersprechen?

Durfte ich traurig sein?

Durfte ich wütend sein?

Durfte ich sagen, dass mir etwas nicht gefällt?

Wie wurde über Geld gesprochen?

Wie wurde über meinen Körper gesprochen?

Was wurde von mir erwartet?

Wann bekam ich besonders viel Anerkennung?

Wann hatte ich das Gefühl, jemanden enttäuscht zu haben?

Musste ich früh Verantwortung übernehmen?

Wie wurde mit Konflikten umgegangen?

Und welche Sätze habe ich immer wieder gehört?

„Du musst stark sein.“

„Reiß dich zusammen.“

„Andere schaffen das doch auch.“

„Sei nicht so empfindlich.“

„Man muss hart arbeiten.“

„Erst die Arbeit, dann das Vergnügen.“

„Mach dir keine Umstände.“

„Du musst es allen recht machen.“

Vielleicht findest du beim Nachdenken darüber Dinge, die du bisher noch nie miteinander verbunden hast.

Vielleicht erkennst du, warum du heute so schlecht Nein sagen kannst.

Vielleicht verstehst du, warum du dich immer verantwortlich für die Gefühle anderer fühlst.

Vielleicht wird dir klar, warum du dich ständig unter Druck setzt.

Vielleicht verstehst du plötzlich, warum du dich so schwer damit tust, Hilfe anzunehmen.

Und vielleicht stellst du fest, dass manche deiner Überzeugungen gar nicht deiner eigenen Natur entsprechen, sondern etwas sind, das du irgendwann übernommen hast.

Allein diese Erkenntnis kann bereits unglaublich wertvoll sein.

Das bedeutet nicht, dass deine Eltern an allem schuld sind

Mir ist dabei sehr wichtig, dass wir nicht in eine einfache Schuldfrage abrutschen.

Unsere Eltern haben wiederum ihre eigene Geschichte. Auch sie wurden geprägt. Auch sie hatten ihre eigenen Erfahrungen, Ängste, Überzeugungen und möglicherweise schwierigen Lebensumstände.

Es geht deshalb nicht darum, im Erwachsenenalter einen Schuldigen zu suchen.

Wir können unsere Kindheit verstehen, ohne unsere Eltern zu verurteilen.

Wir können dankbar für vieles sein und trotzdem feststellen, dass bestimmte Glaubenssätze heute nicht mehr zu uns passen.

Wir können unsere Eltern lieben und trotzdem entscheiden, bestimmte Muster nicht an unsere eigenen Kinder weiterzugeben.

Genau darin liegt für mich etwas sehr Kraftvolles: Wir können anfangen, bewusst zu unterscheiden zwischen dem, was wir übernommen haben, und dem, was wir heute selbst wählen.

Dysfunktionale Strukturen können überall entstehen

Solche Muster gibt es nicht nur innerhalb der Familie.

Sie können in einer Partnerschaft entstehen, wenn beispielsweise einer immer nachgibt und der andere immer entscheidet. Sie können entstehen, wenn Konflikte grundsätzlich vermieden werden oder wenn einer ständig versucht, die Stimmung des anderen zu regulieren.

Sie können im Freundeskreis entstehen, wenn du immer derjenige bist, der zuhört, hilft und organisiert, während deine eigenen Bedürfnisse kaum Raum bekommen.

Sie können im Beruf entstehen, wenn du dich über Leistung definierst, ständig erreichbar bist oder dich nur dann wertvoll fühlst, wenn du gebraucht wirst.

Sie können beim Thema Geld entstehen, wenn Angst und Kontrolle dein gesamtes Verhalten bestimmen oder wenn du finanzielle Probleme lieber verdrängst, anstatt sie anzuschauen.

Sie können beim Essen entstehen, wenn du zwischen strenger Kontrolle, Verboten, Heißhunger und schlechtem Gewissen hin und her pendelst.

Sie können beim Sport entstehen, wenn Bewegung nicht mehr Freude und Kraft bedeutet, sondern Bestrafung für das Essen oder den eigenen Körper.

Und sie können sogar in unserem inneren Dialog entstehen.

Vielleicht redest du mit dir selbst unglaublich hart.

Vielleicht findest du dich ständig zu dick, zu schwach, zu unproduktiv oder nicht erfolgreich genug.

Vielleicht vergleichst du dich täglich mit anderen und bemerkst gar nicht mehr, wie viel Druck du dir selbst machst.

Auch das sind Strukturen, die wir uns anschauen können.

Nicht jede Struktur muss krankhaft sein

Gerade weil der Begriff „dysfunktional“ schnell sehr negativ klingt, möchte ich das ausdrücklich sagen: Nicht jede Gewohnheit muss verändert werden.

Vielleicht bist du ein Mensch, der gerne plant. Das ist nicht automatisch Kontrolle.

Vielleicht arbeitest du viel und hast Freude daran. Das ist nicht automatisch eine ungesunde Leistungsorientierung.

Vielleicht bist du sparsam. Das bedeutet nicht automatisch, dass du ein Problem mit Geld hast.

Vielleicht isst du manchmal mehr, wenn du gestresst bist. Das bedeutet nicht automatisch, dass eine Essstörung dahintersteckt.

Entscheidend ist immer der Zusammenhang.

Funktioniert dieses Verhalten für mich oder schadet es mir immer wieder?

Kann ich mich frei entscheiden oder habe ich das Gefühl, gar nicht anders zu können?

Kann ich mein Verhalten an eine neue Situation anpassen oder wiederholt sich immer dasselbe Muster?

Gibt mir diese Struktur langfristig Stabilität oder kostet sie mich immer mehr Kraft?

Diese Fragen helfen dabei, nicht jede menschliche Eigenart sofort zu problematisieren.

Warum wir oft an alten Mustern festhalten

Eine alte Struktur kann uns nämlich sogar dann Sicherheit geben, wenn sie uns gleichzeitig belastet.

Das klingt widersprüchlich, ist aber nachvollziehbar.

Wenn du dein Leben lang gelernt hast, Konflikte zu vermeiden, fühlt sich Schweigen zunächst sicherer an als ein ehrliches Gespräch.

Wenn du dein Leben lang alles alleine gemacht hast, kann Hilfe annehmen sich plötzlich unangenehm oder sogar bedrohlich anfühlen.

Wenn du dich immer über Leistung definiert hast, kann Nichtstun Schuldgefühle auslösen.

Wenn du immer alles kontrollieren wolltest, kann Loslassen Angst machen.

Das Bekannte ist vertraut. Das Neue ist zunächst unsicher.

Deshalb reicht es häufig nicht, sich einfach zu sagen: „Ab morgen mache ich das anders.“

Wir müssen manchmal erst verstehen, welche Funktion das alte Muster für uns hatte.

Vielleicht hat es uns früher geschützt.

Vielleicht hat es uns Anerkennung gebracht.

Vielleicht hat es Konflikte verhindert.

Vielleicht hat es uns das Gefühl von Kontrolle gegeben.

Das bedeutet nicht, dass wir es heute noch brauchen.

Aber es erklärt, warum Veränderung manchmal Zeit braucht.

Die Wurzeln sind tief, aber sie sind nicht unser Schicksal

Und genau hier möchte ich noch einmal auf mein Bild mit den Wurzeln zurückkommen.

Ja, frühe Erfahrungen können tief gehen. Sie können unsere Vorstellungen von uns selbst, von anderen Menschen und von der Welt beeinflussen. Besonders belastende Kindheitserfahrungen können langfristige Auswirkungen auf Entwicklung und Gesundheit haben. Gleichzeitig zeigen die Forschung und auch die moderne Psychologie, dass diese Entwicklung nicht als unveränderliches Schicksal verstanden werden darf. Schutzfaktoren, positive Beziehungen, neue Erfahrungen und gezielte Unterstützung können Belastungen abpuffern und Veränderung ermöglichen.

Die Wurzeln können also tief sein, aber das bedeutet nicht, dass wir ihnen für immer ausgeliefert sind.

Wir können neue Erfahrungen machen.

Wir können neue Sichtweisen entwickeln.

Wir können lernen, Grenzen zu setzen.

Wir können lernen, Hilfe anzunehmen.

Wir können lernen, unseren Körper anders wahrzunehmen.

Wir können lernen, Fehler auszuhalten.

Wir können lernen, dass ein Nein nicht bedeutet, dass wir ein schlechter Mensch sind.

Und wir können irgendwann feststellen: Das war einmal meine Strategie. Aber heute brauche ich sie nicht mehr in dieser Form.

Was hat das alles mit Wohlbefinden zu tun?

Für mich sehr viel.

Denn Wohlbefinden bedeutet nicht nur, dass der Rücken nicht schmerzt, wir gut schlafen oder uns körperlich fit fühlen.

Wohlbefinden hat auch damit zu tun, wie wir mit uns selbst umgehen. Ob wir unsere eigenen Bedürfnisse wahrnehmen. Ob wir Grenzen setzen können. Ob wir uns Pausen erlauben. Ob wir wissen, warum wir bestimmte Dinge tun. Ob wir uns selbst vertrauen und ob wir unser Leben zumindest in einigen Bereichen so gestalten können, dass es wirklich zu uns passt.

Deshalb finde ich es so wertvoll, sich nicht nur zu fragen: Was stimmt gerade nicht mit mir?

Sondern auch: Woher kommt das eigentlich?

Was habe ich gelernt?

Was habe ich übernommen?

Was davon entspricht heute noch meinen eigenen Werten?

Und was darf ich vielleicht langsam loslassen?

Diese Fragen müssen nicht sofort zu einer großen Veränderung führen. Manchmal ist der erste Schritt einfach nur ein neuer Blick auf sich selbst.

Und manchmal entsteht genau daraus plötzlich mehr Verständnis.

Mehr Selbstmitgefühl.

Mehr Freiheit.

Und damit vielleicht auch mehr Wohlbefinden.

Mein Blick auf ganzheitliche Arbeit

Genau deshalb verbinde ich in meiner Arbeit unterschiedliche Bereiche miteinander. Bewegung, Krafttraining, Yoga, Atemarbeit, Ernährung, Massage und auch Reiki und Energiearbeit können unterschiedliche Zugänge sein, um wieder mehr bei sich selbst anzukommen.

Eine Massage kann beispielsweise ein Moment sein, in dem du einmal nichts leisten musst und einfach ankommen darfst. Im Personal Training können wir nicht nur an Kraft und Bewegung arbeiten, sondern auch daran, wieder Vertrauen in den eigenen Körper aufzubauen. Yoga und Atemarbeit können helfen, bewusster wahrzunehmen, wie es dir gerade eigentlich geht. Ernährung kann ein Bereich sein, in dem wir alte Regeln und Gewohnheiten hinterfragen und einen entspannteren Umgang entwickeln.

Dabei möchte ich nicht behaupten, dass eine Methode jedes Problem lösen kann. Und ich gebe keine Heilversprechen. Bei medizinischen Beschwerden gehört selbstverständlich eine entsprechende medizinische Abklärung dazu. Bei psychischen Erkrankungen oder traumatischen Erfahrungen ist professionelle psychotherapeutische Unterstützung wichtig.

Meine Arbeit sehe ich vielmehr als einen Raum, in dem wir gemeinsam hinschauen können.

Du musst nicht schon wissen, was genau mit dir los ist.

Du musst auch nicht mit einer fertigen Lösung kommen.

Manchmal reicht es zunächst, auszusprechen, was dich beschäftigt.

Vielleicht bemerkst du dabei selbst eine Verbindung, die dir vorher noch nicht bewusst war.

Vielleicht lohnt sich heute eine einzige Frage

Wenn du aus diesem Artikel nur eine Sache mitnimmst, dann vielleicht diese:

Ist das wirklich meine Natur oder habe ich es irgendwann gelernt?

Diese Frage kannst du auf fast alles anwenden.

Auf deine Beziehung.

Auf deine Arbeit.

Auf dein Verhältnis zu Geld.

Auf deinen Körper.

Auf Ernährung.

Auf Leistung.

Auf deine Rolle in der Familie.

Auf Freundschaften.

Auf deine Art, mit Konflikten umzugehen.

Auf die Art, wie du mit dir selbst sprichst.

Und auch auf Dinge, die zunächst gar nicht problematisch erscheinen.

Vielleicht stellst du dabei fest, dass du manches tatsächlich genau so möchtest. Wunderbar.

Vielleicht entdeckst du aber auch einen Glaubenssatz, der seit vielen Jahren dein Verhalten bestimmt, obwohl er gar nicht mehr zu deinem heutigen Leben passt.

Dann hast du etwas sehr Wertvolles entdeckt.

Denn du bist nicht deine alten Glaubenssätze.

Du bist nicht jede Erfahrung, die du gemacht hast.

Und du bist auch nicht dazu verpflichtet, jede Struktur, die du einmal gelernt hast, für immer weiterzuführen.

Manchmal beginnt Veränderung nicht damit, dass wir sofort etwas anders machen.

Manchmal beginnt sie damit, dass wir verstehen, warum wir etwas überhaupt immer so gemacht haben.

Und genau dort kann etwas Neues entstehen.

Wenn du das Gefühl hast, dass dich ein bestimmtes Thema schon länger begleitet und du gerne einmal darüber sprechen möchtest, kannst du mich über die WhatsApp-Buttons auf meiner Webseite erreichen oder direkt einen Termin vereinbaren. Du musst dabei nicht schon wissen, was du brauchst. Wir können gemeinsam schauen, wo du gerade stehst und welcher nächste Schritt sich für dich richtig anfühlt. Unsere Gespräche finden auf einer vertrauensvollen und vertraulichen Basis statt.

Vielleicht bist du aber auch einfach nur ein stiller Leser und nimmst einen Gedanken für dich mit. Auch darüber freue ich mich.

Denn manchmal brauchen wir nicht sofort eine neue Lösung.

Manchmal brauchen wir zuerst ein besseres Verständnis für uns selbst.

Deine Jasmin

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